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Aktuelle Meldungen vom Freien Institut für Bildung e.V.

Archive for März 2019

Ich bin raus! Über Extremismusausstieg #1

 

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Als Reaktion auf die Chemnitzer Ereignisse im Herbst 2018, die erst jüngst wieder im Stadion des CfC eine unerfreuliche Neuauflage erlebt haben, haben wir, eine Gruppe Aktivist*innen, unterstützt vom Freien Institut für Bildung, eine vierteilige Vortragsreihe organisiert, die sich mit dem Einstieg in die rechte Szene und dem Ausstieg aus ihr befasst. Eingeladen sind zwei Aussteiger, die über ihre Erfahrungen sprechen werden, das Aussteigerprogramm Sachsen und das Kulturbüro Sachsen, sowie Claas Pollmanns von der Professur für Sozialpsychologie an der TU Chemnitz.

Den Anfang machen wir am 9. April mit CHRISTIAN WEISSGERBER aus Berlin. Bis 2010 war er in der Neonaziszene in Thüringen aktiv. Dann stieg er aus. Seit 2012 klärt er an Schulen, Universitäten und in Abendveranstaltungen über die rechte Szene auf. Er hat in Berlin, Paris und Jena Kulturwissenschaft studiert. Zur Buchmesse in Leipzig erscheint sein Buch »Mein Vaterland. Warum ich ein Neonazi wurde«. Ein faszinierender Weg, über den wir Näheres zu erfahren hoffen.

9. April 2019, 18.30, Neue Sächsische Galerie

Der Eintritt ist frei.

Bei der Veranstaltung wird es einen Bücherstand geben, wo Sie »Mein Vaterland« und andere Bücher zum Thema erwerben können.

Die weiteren Veranstaltungen der Reihe sind:

9. Mai, Kraftwerk
28. Mai, Vortragssaal der Stadtbibliothek
25. Juni, Vortragssaal der Stadtbibliothek.

Sie werden an dieser Stelle noch gesondert angekündigt.

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Written by wolframette

22. März 2019 at 12:14

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Café Philo Hass #1


Hate is just a four letter word

Die geächtete Emotion

Hass gehört mit Ärger, Wut, Zorn und Empörung zu den aggressiven, nach außen gerichteten Emotionen. Unter ihnen gilt er als besonders destruktiv. Während Wut und Zorn verrauchen, ist der Hass erst zufrieden, wenn der Gehasste zerstört ist. Selbst das ist manchmal nicht genug. Hassen kann man auch noch den Toten. Der Hass kann zum Lebensinhalt werden und zum Selbstbild einer Person gehören. Er gilt als irrational und resistent gegen gute Gründe. Deshalb ist er geächtet. Man darf sich ärgern, wüten, zürnen; hassen darf man nicht.

Doch wie fühlt es sich an zu hassen? Ist es immer irrational? Was unterscheidet Hass von anderen Emotionen mit aggressiver Tendenz? Wie verhält er sich zur Verachtung? Kann, soll und muss er „geheilt“ werden? Über diese und weitere Fragen, möchten wir gern mit Ihnen ins Gespräch kommen.

2.4.2019, Komplex-Theater (Zietenstraße 32)

Moderation: Jan Friedrich, Georg Spindler

Eintritt frei

Written by wolframette

22. März 2019 at 11:27

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