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Aktuelle Meldungen vom Freien Institut für Bildung e.V.

Archive for the ‘Uncategorized’ Category

Ich bin raus! Über Extremismusausstieg #1

 

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Als Reaktion auf die Chemnitzer Ereignisse im Herbst 2018, die erst jüngst wieder im Stadion des CfC eine unerfreuliche Neuauflage erlebt haben, haben wir, eine Gruppe Aktivist*innen, unterstützt vom Freien Institut für Bildung, eine vierteilige Vortragsreihe organisiert, die sich mit dem Einstieg in die rechte Szene und dem Ausstieg aus ihr befasst. Eingeladen sind zwei Aussteiger, die über ihre Erfahrungen sprechen werden, das Aussteigerprogramm Sachsen und das Kulturbüro Sachsen, sowie Claas Pollmanns von der Professur für Sozialpsychologie an der TU Chemnitz.

Den Anfang machen wir am 9. April mit CHRISTIAN WEISSGERBER aus Berlin. Bis 2010 war er in der Neonaziszene in Thüringen aktiv. Dann stieg er aus. Seit 2012 klärt er an Schulen, Universitäten und in Abendveranstaltungen über die rechte Szene auf. Er hat in Berlin, Paris und Jena Kulturwissenschaft studiert. Zur Buchmesse in Leipzig erscheint sein Buch »Mein Vaterland. Warum ich ein Neonazi wurde«. Ein faszinierender Weg, über den wir Näheres zu erfahren hoffen.

9. April 2019, 18.30, Neue Sächsische Galerie

Der Eintritt ist frei.

Bei der Veranstaltung wird es einen Bücherstand geben, wo Sie »Mein Vaterland« und andere Bücher zum Thema erwerben können.

Die weiteren Veranstaltungen der Reihe sind:

9. Mai, Kraftwerk
28. Mai, Vortragssaal der Stadtbibliothek
25. Juni, Vortragssaal der Stadtbibliothek.

Sie werden an dieser Stelle noch gesondert angekündigt.

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Written by wolframette

22. März 2019 at 12:14

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Café Philo Hass #1


Hate is just a four letter word

Die geächtete Emotion

Hass gehört mit Ärger, Wut, Zorn und Empörung zu den aggressiven, nach außen gerichteten Emotionen. Unter ihnen gilt er als besonders destruktiv. Während Wut und Zorn verrauchen, ist der Hass erst zufrieden, wenn der Gehasste zerstört ist. Selbst das ist manchmal nicht genug. Hassen kann man auch noch den Toten. Der Hass kann zum Lebensinhalt werden und zum Selbstbild einer Person gehören. Er gilt als irrational und resistent gegen gute Gründe. Deshalb ist er geächtet. Man darf sich ärgern, wüten, zürnen; hassen darf man nicht.

Doch wie fühlt es sich an zu hassen? Ist es immer irrational? Was unterscheidet Hass von anderen Emotionen mit aggressiver Tendenz? Wie verhält er sich zur Verachtung? Kann, soll und muss er „geheilt“ werden? Über diese und weitere Fragen, möchten wir gern mit Ihnen ins Gespräch kommen.

2.4.2019, Komplex-Theater (Zietenstraße 32)

Moderation: Jan Friedrich, Georg Spindler

Eintritt frei

Written by wolframette

22. März 2019 at 11:27

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Café_Philo: Toleranz #4

Der / Die / Das Fremde

Toleranz gegenüber Fremden gilt als Bedingung des Zusammenlebens in einer modernen Gesellschaft. Aber was ist eigentlich das / der Fremde? Welche Möglichkeiten der Beziehung zum Fremden haben wir und ist Toleranz im Spektrum dieser Möglichkeiten nur eine Art Minimalbeziehung? Welche Funktion hat diese Beziehung, was sind ihre Ermöglichungsbedingungen und was passiert, wenn diese Bedingungen brüchig werden?

5.2.2019, 19.00, Lokomov

Moderation: Wolfram Ette, Jan Friedrich

Eintritt frei

Written by wolframette

4. Februar 2019 at 01:03

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Café_Philo: Toleranz #3

Toleranz in der Bildung

Im Zentrum aller Diskussionen über Toleranz steht eine paradoxe Frage. Wie gehen wir mit denen um, die nicht tolerant sind, bzw. denen wir fehlende Toleranz unterstellen? Können wir diejenigen tolerieren, die die Spielregeln der Toleranz nach unserem Verständnis nicht befolgen? Wenn wir uns aber diesen Menschen gegenüber nicht tolerant verhalten: Verletzen wir dann nicht selber diese Spielregeln?

Einer der gesellschaftlichen Bereiche, in denen diese Paradoxie am empfindlichsten zu spüren ist, ist die Bildung, insbesondere die Schulbildung. Wie geht man als Lehrer / als Lehrerin mit inhumanen Positionen um, die in der Klasse vertreten werden? Wie geht man damit gegebenenfalls im Lehrerzimmer um? Schulen sind kleine, ziemlich geschlossene Gemeinschaften. Was sind die Folgen praktizierter Intoleranz gegenüber Positionen, die ich mit meiner Vorstellung von Humanität nicht vereinbaren kann?

Zu diesem Café Philo möchten wir insbesondere auch Lehrerinnen und Lehrer einladen. Sie kennen das Problem aus der Praxis, sie haben Fallgeschichten vor Augen, an denen sich das Problem in substantieller Weise diskutieren lassen könnte.

15. Januar 2019, 19.00
Lesecafé Odradek, Leipziger Straße 3-5
Moderation: Jan Friedrich, Wolfram Ette

Der Eintritt ist frei

Written by wolframette

8. Januar 2019 at 09:06

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Widerstand ohne Hoffnung

Zur Aktualität der »Ästhetik des Widerstands«

Vortrag und Diskussion mit Wolfram Ette

Peter Weiss‘ »Ästhetik des Widerstands« schildert die politischen Aktivitäten mehrerer junger Leute, die sich während der 1930er und 40er Jahre im antifaschistischen Widerstand befinden. Gleichzeitig stellt der Roman den Versuch dar, die Geschichte der Kunst, insbesondere der bildenden Kunst auf diese Tätigkeit des Widerstands zu beziehen und in ihrem Licht lesbar zu machen. Was aber ist Widerstand? Widerstand ist der Versuch, das Richtige zu tun, auch wenn die Aussichten, damit Erfolg zu haben, gering sind. Pointiert formuliert, setzt sich Widerstand ein für eine verlorene Sache.

Der Vortrag wird sich in Form einer Montage kleinerer Textabschnitte, Filme und Bilder mit der Frage beschäftigen, ob wir bei allen Unterschieden in den gegenwärtigen politischen Entwicklungen etwas mit diesem Ansatz anfangen können. Ist Widerstand erst dann sinnvoll, wenn er auf die Hoffnung verzichtet, er könne am Ende gewinnen? Muss sich linke Politik im Angesicht der unausweichlichen globalen Bedrohungen nicht in dem Sinne neu erfinden, dass sie auf die Fortschrittsversprechen verzichtet, den Kommunismus und Kapitalismus seit je miteinander verbunden haben? Ist emanzipatorisches Handeln im Angesicht des Untergangs möglich, worin besteht sein Sinn, worin besteht sein Glück? Wer die Illusionen satt und Lust auf die Wirklichkeit hat, ist herzlich eingeladen.

8. Januar 2019, 20.00

Lesecafé Odradek, Leipziger Straße 3-5

Written by wolframette

8. Januar 2019 at 08:58

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Café_Philo: Toleranz #2

Erlebte (In-)Toleranz. Ein Café der Geschichten

 

 

Toleranz ist ein seltsamer Begriff. Je länger man darüber nachdenkt, desto mehr verflüchtigt er sich. Vielleicht liegt das daran, dass wir dazu neigen, ihn vor allem als Negation von Intoleranz aufzufassen. Die ist uns vertraut und in irgendeiner Form mit Gefühlen von Abneigung, Unverständnis, mangelnder Akzeptanz verbunden. Aber Toleranz? Wie fühlt sich das an? Wie verwandelt sich Intoleranz in Toleranz? Durch eine Vernunftentscheidung – etwas, das man in einer Gesellschaft braucht, in der Univereinbarkeiten normal sind. Wie stabil kann das sein?

Wir wollen in diesem Café Philo primär keine theoretische Diskussion führen, sondern eigene Geschichten erzählen – Geschichten von Intoleranz und Toleranz – ohne moralische oder politische Vorannahmen (nach dem Motto: Toleranz ist immer gut, Intoleranz ist immer schlecht), sondern aus Lust an der genauen Beschreibung. Nur wenn wir das tun, lässt sich der Gefahr, dass Begriffe wie Toleranz zur abstrakten leeren Phrase verkommen, entgegenwirken.

Bringen Sie / bringt Eure eigenen Geschichten mit! Auf sie kommt es an!

 

Dienstag, 6.11.2018, 19 Uhr

Buchhandlung Lessing und Compagnie

Moderation: Celia Rothe, Wolfram Ette, Jan Friedrich

Eintritt frei

Eine Kooperation zwischen dem Freien Institut für Bildung, der Volkshochschule Chemnitz. Die Diskussion findet im Rahmen des Festivals „Aufstand der Geschichten“ statt.

 


 

Das Bild stammt aus dem Film „Keine Toleranz der Intoleranz“: https://www.youtube.com/watch?v=vA2L-90FPTk

Written by wolframette

30. Oktober 2018 at 11:38

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Café Philo: Toleranz #1

bild cafe philo toleranz 1

Das Café_Philo befasst sich im Wintersemester mit dem Grundthema Toleranz. Die 1. Sitzung steht unter dem Motto Toleranz und starke Überzeugung – ein Dilemma? Dabei geht es z. B. um Toleranz in Weltanschauungsfragen. Kann ein Orthodoxer tolerant sein? Das Problem stellt sich in allen Weltreligionen, aber auch beim Atheismus (Richard Dawkins) und beim Eintreten für Menschenrechte. Auch in Fragen von Kunst, Mode und Lebensstil ist Toleranz nicht immer einfach: Kann man sich in Gegenwart von Ganz-Anders-Seienden auf Dauer wohl fühlen? In der Politik stoßen wir auf den Konflikt zwischen Toleranz und Machterhaltung und auf die Frage: Wieviel Toleranz den Feinden von Demokratie und Menschenrechten?

Dienstag, 2. Oktober 2018, 19 Uhr, Kulturhaus Arthur, Hohe Str. 33, Chemnitz

Moderation: Thea und Bruno Johannsson

Eintritt frei

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Die Moderatoren haben bereits 2006 einen philosophischen Dialog zu einem ganz ähnlichen Thema produziert. Wer sich zu der Frage einlesen möchte, findet den Dialog unter

http://www.theaundbruno.jimdo.com/caféphilo

Schwerpunkt von Thea und Bruno war in den letzten Jahren die Flüchtlingspolitik. Dabei ist ein Buch entstanden, das im Oktober im Tietz vorgestellt wird, worüber ich informieren möchte:

Bruno Johannsson: Flucht – eine globale Herausforderung. Wege im Dilemma.“

68 Mio. auf der Flucht! Das ist die eigentliche humanitäre Katastrophe, während Deutschland und Europa um ein paar tausend streiten, die zurückgewiesen werden sollen. Dazu radikale Analysen und revolutionäre Vorschläge des Autors, die zahlreiche Probleme bei den betroffenen Menschen und Ländern lösen könnten. Er hat sein Konzept bei der UNO eingereicht, deren Generalversammlung gerade an einem „Pakt für Flüchtlinge“ arbeitet (vgl. http://www.unhcr.org/595259bd4) .

Näheres zum Buch auf http://www.theaundbruno.jimdo.com. Die Präsentation findet statt am

Dienstag, 23.10.2018, 18.45 Uhr, Das Tietz, 4. Etage, Kursraum 4.07, Moritzstr. 20, Chemnitz, Eintritt frei

Written by wolframette

1. Oktober 2018 at 16:42

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