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Aktuelle Meldungen vom Freien Institut für Bildung e.V.

Archive for the ‘Café Philo’ Category

Café Philo im Wintersemester 2018-19

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Toleranz – Erdulden des Anderen

Der Wert der Toleranz scheint unbestreitbar, der Intolerante ist per se im Unrecht. Aber ist das so einfach? Das lateinische Verb tolere, von dem der Begriff sich herleitet, bedeutet »ertragen, aushalten, dulden«. Das scheint nicht viel zu sein. Aber ist dieses Wenige unverzichtbar, um der kulturell und individuell sich diversifizierenden Gesellschaft, in der wir leben, einen Zusammenhalt zu verleihen? Oder ist die bloße Duldung des Andersartigen zu wenig, um einen wirklichen gesellschaftlichen Zusammenhang zu stiften? Ist Toleranz nur eine Form der Konfliktvermeidung, die aufschiebt, was zu bewältigen wäre? Ist sie die Ideologie der Mitte, die am Status Quo festhält, weil sie von ihm profitiert? Muss nicht jede Kritik des Systems, die an einer prinzipiellen Veränderung interessiert ist, die Toleranz verwerfen? Sollte ich nicht das, was ich nicht für richtig halte, versuchen zu verändern, anstatt es zu erdulden?
Diesen und anderen Fragen wollen wir in den Diskussionen des Café Philo nachgehen.

Termine und Orte
2. Oktober 2018 Kulturhaus Arthur, Hohe Str. 33, 19.00
6. November 2018 Buchhandlung Lessing & Co, Franz-Mehring-Str. 8, 19.00
15. Januar 2019 Lesecafé Odradek, Leipziger Str. 3, 19.00
5. Februar 2019 Lokomov, Augustusburger Str. 102, 19.00

Der Eintritt ist frei.

Die Themen der einzelnen Veranstaltungen werden kurz vor den Veranstaltungen per email, facebook und auf dieser Seite https://fibev.wordpress.com bekannt gegeben.

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Written by wolframette

18. Juli 2018 at 17:00

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CAFÉ_PHILO IM SOMMERSEMESTER 2013 – DIE MACHT DER LÜGE

Bereits auf die Frage: „Wie geht es Ihnen?“ geben wir häufig mit einer Lüge Antwort. Wir wissen das und unser Gegenüber weiß das in der Regel auch – und wir wiederum wissen, dass er es weiß. Könnte eine Gesellschaft ohne Lüge funktionieren?

I. Der Zweck heiligt die Lüge. Lüge in demokratischen Gesellschaften
Der 5. März ist vielleicht ein guter Tag, um über das Verhältnis von Lüge und Gesellschaft nachzudenken. Wie wird politische Wirklichkeit erzeugt? Ist Macht das Recht zur Lüge? Wird Geschichte von den Siegern geschrieben?
5. März 2013, 19.00. Lokomov, Augustusburger Straße 102
Moderation: Celia Rothe, Andreas Freidl

II. Ich lüge also bin ich. Lüge und Identität
Nur wer lügen kann, kann die Wahrheit sagen. Wie die Sprache dem Menschen eigen ist, ist es auch die Lüge. Also: Wie viel Lüge braucht der Mensch, um Mensch zu sein? Wo ist sie gestaltende Kraft, wo destruktiv? Und: Wann tut es weh?
9. April 2013, 19.00. Foyer des Schauspielhauses.
Moderation: Jan Friedrich, Nadine Hacker

III. Die Tagesschau lügt. Lüge und Medien
Ist es wahr, dass in den Massenmedien immer mehr gelogen wird? Ob bei Politik, Wirtschaft, Sport oder Kultur, ob in Zeitung, TV, Radio oder Internet: immer wird vermittelt, immer wird ausgewählt und der Inhalt den verschiedenen Interessengruppen angepasst. Aber wie funktioniert diese Anpassung im Einzelnen? Welche Rolle spielen „die Werbung“, „das Volk“, „der Staat“? Was ist von „alternativen Medien“ und „Verschwörungstheorien“ zu halten?
7. Mai 2013, 19.00. Weltecho, Annaberger Str. 24.
Moderation: Georg Spindler, Wolfram Ette

IV. Wo fängt Lüge an? Lüge und Wahrheit
Kann man etwas sagen, ohne zu lügen? Gibt es „angemessene Information“ und wenn ja, was ist das? Kann Schweigen Lüge sein? Wie vertrauenswürdig sind Wissenschaftler? Subjektives Wissen und Wahrheit.
4. Juni 2013, 19.00. Café im TIETZ
Moderation: Thorolf und Angelika Glumann

Written by wolframette

18. Februar 2013 at 18:15

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